Während sich LED Leuchtmittel immer stärkerer Verbreitung und wachsender Beliebtheit bei Konsumenten erfreuen, ist bereits nächste Stufe der Evolution absehbar. Denn OLED, was nichts anderes bedeutet als organische Leuchtdiode, ist bereits da und wird in einigen Jahren auch praktisch als Leuchtmittel verwendbar sein, Zuhause sowie als Industriebeleuchtung.
Die OLED Vorteile liegen auf der Hand. Man kann organische Leuchtdioden kostengünstig herstellen und sie sind auch großflächig produzierbar. Man braucht nicht viel Fantasie, um zu erkennen, dass dadurch völlig neue Formen der Beleuchtung möglich werden. So muss man vielleicht gar keine Lampen sowie Leuchten mehr installieren, sondern lässt die Decke bzw. Wände erstrahlen.

Oder man bedeckt Fenster mit transparenten OLEDs, die dann in der Dämmerung, Dunkelheit leuchten. Man kann also nicht nur eigene Wohnung dekorieren, gestalten und anmalen, wie es dem individuellen Geschmack entspricht, sondern auch die Beleuchtung absolut an die Umfeld anpassen.
Das ist nicht weniger als eine kleine Revolution, die da auf sanften Füßen daher kommt. Doch bis es soweit ist, gilt es, die Kinderkrankheiten von OLEDs auszumerzen und Lebensdauer zu erhöhen. Während rote OLEDs schon jetzt etwa zehn Millionen Stunden halten, was etwa 1100 Jahren Dauerbetrieb entspricht, schaffen blaue OLEDs nur vergleichsweise bescheidene 150000 Stunden, also etwa 17 Jahre ununterbrochenen Betriebes. Davon können herkömmliche Leuchtmittel wie Glühlampen, Energiesparlampen, Halogenlampen, Neonröhren, Entladungslampen zwar nicht einmal träumen, doch das Ziel ist es, Leuchtdauer bei allen Varianten zu erhöhen. LED Leuchtmittel kommen in dieser Hinsicht aber OLED Wänden und Panels deutlich näher ran.
Neben angenehmer Raumbeleuchtung werden organische Leuchtdioden auch die bisherigen LCD-Displays ablösen, wie auch LED Backlights (Hintergrundsbeleuchtung). Klare OLED Vorteile: Es wird kein Licht reflektiert, was vor allem bei Notebooks Displays und TVs Panels an sonnigen Tagen ein leidiges Problem ist und die Displays können viel schmaler gefertigt werden, nämlich wenige Millimeter dick. Strombedarf und Wärmeentwicklung von organischen Dioden sind auch erheblich niedriger. An OLEDs führt daher langfristig kein Weg vorbei.